IHK Wahl 2012: Unternehmer Initiative pro KMU will eine grundlegende IHK Reform umsetzen

Berlin, 27. Januar 2012   Heute hat sich die Initiative pro KMU gegründet. Der Berliner Unternehmer Oliver Scharfenberg hat sich als Initiator des Projektes mit vielen weiteren Berliner Unternehmern  zusammengetan,um bei der im Juni stattfindenden IHK Wahl 2012 zu kandidieren.

Die  Berliner  IHK  ist  die  Vertretung  der Berliner  Unternehmerschaft.  So mag man  zumindest  auf den ersten  Blick vermuten. Doch so  sehen es  die  meisten  Unternehmer  gar nicht.  Die  Vielzahl  der  ca.  270.000  Betriebe  in Berlin besteht  aus  Klein- und  Kleinstunternehmen,  vom  Gemüsehändler  an  der  Ecke  bis zum  Zeitschriftenladen.    Der typische Unternehmer ist kein Großkonzern sondern der Nachbar von nebenan.

Wie  also  genau  die IHK  diese  Interessen  vom  Kleinunternehmer  bis  zum  Großkonzern vertreten  will ist  für  viele ein Rätsel.  Vermutlich  auch  für  die  IHK selbst,  eine  klare  Antwort  lässt  sich  jedenfalls  auf  deren    Website nicht erkennen.

Viele Großkonzerne bekommen Subventionen und Kurzarbeit war während der Wirtschaftskrise Programm, während so mancher Kleinunternehmer mit Minieinkommen seine ein oder zwei Mitarbeiter ohne staatliche Hilfen im Betrieb hält. Man ist halt wie eine Familie und steht in guten wie in schlechten Zeiten zu seinen Mitarbeitern.
Nun  haben  sich  verschiedene  klein-  und  mittelständische  Unternehmer  aus  Berlin  zusammengetan  um  die Initiative pro KMU zu gründen. Im Prinzip möchte man seine Interessen gegenüber der Politik vertreten wissen.

Da dies aber zur Zeit durch die IHK nicht so wirklich geschieht, hat man sich kurzer Hand entschieden bei der IHK-Wahl zur Vollversammlung anzutreten, um diese dann demokratischer zu gestalten.

Die  Vollversammlung  der  IHK  bestimmt  über  die  inhaltliche  Arbeit  der  IHK  Berlin:  über  den  Umgang  mit wirtschaftlichen  Themen,  die  die  Berliner  Unternehmer  berühren,  aber  auch  über  die  Verwendung  der finanziellen Mittel und die Höhe der Beiträge und Gebühren. Im Zuge der im Mai bis Juni stattfindenden Briefwahl werden 110 Unternehmer gewählt, welche die Vollversammlung der IHK bilden.

Leider  nutzen  viele  Unternehmer  ihre  Chance  nicht  und  so  wählten  im  Jahr  2007  nur  9.800  Unternehmen  von 230.000  stimmberechtigten  Unternehmen.  Dies  entspricht  einer  Wahlbeteiligung  von  nur  4,5%.  Der  Umstand, dass  mehr  als  95  %  der  Betriebe  nicht  gewählt  haben,  kann  nur  auf  eine grundlegende Unzufriedenheit zurückzuführen sein. Im letzten Jahr kandidierten nur 198 Bewerber; auch hier ist das Interesse also fast gar nicht vorhanden.

Initiative pro KMU
c/o  S & P Raumgestaltung und Immobilienservice GmbH
Oliver Scharfenberg
Poschingerstraße 13
12157  Berlin
Telefon 030 / 74769198
Telefax 030 / 74769199

Der Initiator der Kampagne Herr Oliver Scharfenberg sagt dazu: “… Wir sind alle gerne als Unternehmer in Berlin tätig.  Leider  habe  ich  für  meinen  Zwangsbeitrag  aber  noch  nie  eine  Gegenleistung  gesehen  und  dies  geht  den meisten  Unternehmern  so.  Wir  wollen  der  Politik  beweisen,  dass  eine  Kammer  keinen  Zwang  braucht.  Viel wichtiger ist ein gutes Konzept und davon verstehen wir als Unternehmer halt mehr als die Politik. Wir verkaufen täglich unsere Produkte und entwickeln Strategien, das werden wir nun mit der IHK Berlin machen.“

Bei  der  Wahl  zur  Vollversammlung  hat  jedes  Unternehmen,  egal  wie  groß  es  ist,  nur  eine  Stimme. Hier  ist  die Chance der Initiative, schnell durch Mehrheiten eine große Reform anzugehen.

Man  möchte,  dass  die  Interessen  von  klein- und  mittelständischen  Unternehmen  stärker  vertreten  werden  und
dass  die  IHK  deutlich  transparenter  wird  und  seine  Geschäftszahlen  und  Wahlergebnisse  im  Volltext  und
detailliert  veröffentlicht.  Auch  die  Aufgaben  der  Kammer  müssen  stark  verändert  und  teilweise  abgebaut  und
teilweise ausgebaut werden.

„Es kann nicht sein, dass wir als Unternehmer nicht erfahren, was mit unseren Beiträgen passiert. Wir haben das Recht, zu wissen wie viel unsere „IHK Mitarbeiter“ verdienen. Für gute Arbeit muss bei der IHK Berlin auch ein guter Lohn bezahlt werden. Die Gehälter sollten sich bei einer Körperschaft öffentlichen Rechts an den Gehältern im  öffentlichen  Dienst  orientieren.  Zudem  ist  die  IHK  zur  Sparsamkeit  verpflichtet  und  darf  keine  Privilegien gegenüber andere Beschäftigten im öffentlichen Dienst bieten. Es ist davon auszugehen, dass hier ein gewaltiges Einsparungspotential liegt“

Außerdem  muss  das  Beitragssystem  reformiert  werden.  Hier  muss  Gerechtigkeit  einziehen,  der  wirtschaftlich Stärkere soll in Zukunft auch einen noch größeren Beitrag zum System IHK leisten. Auf der anderen Seite soll die IHK fit gemacht werden für eine Zeit ohne Zwangsmitgliedschaft.

„Wir wollen die IHK so verkleinern, dass diese auch ohne eine Zwangsmitgliedschaft existieren kann. Die IHK muss zu einem Dienstleister werden, den man als Unternehmer gerne in Anspruch nimmt. Dies wird sicher ein längerer Weg und bedarf auch der politischen Unterstützung. Die IHK Berlin wird jedoch gut vorbereitet sein und soll auch ohne Kammerzwang wirtschaftlich tragfähig werden“ ,sagt Oliver Scharfenberg.

http://www.scharfenberg-partner.de/IHK-Wahl-Berlin.html

http://www.scharfenberg-partner.de/IHK-BERLIN-Reform.html

Abdruck honorarfrei. Ein Belegexemplar wird erbeten.

Zur PDF-Version dieser Pressemeldung:
http://www.pro-kmu.com/IHK_BERLIN_WAHL.pdf

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